Glimmlampen

Obwohl die Glimmlampe eigentlich ein im wahrsten Sinne leuchtendes Beispiel für eine energiesparende und effektive Signallampe ist, führt sie doch eher ein Schattendasein. Unscheinbar in Lichtschaltern, Bügeleisen, Kaffeemaschinen, Waffeleisen, Schaltern von Mehrfachsteckdosen sowie Elektroherden eingebaut, dient sie dort als Einschaltkontrolle. Meistens wird sie in Elektrogeräten eingesetzt, in denen nur die Netzspannung als Spannungsquelle zur Verfügung steht.

Verschiedene Glimmlampen mit Vorwiderständen
Verschiedene Glimmlampen mit Vorwiderständen
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Normalerweise bekommt man als Nutzer von den eben genannten Elektrogeräten die Glimmlampen nicht so zu sehen wie in diesem Bild. Meistens sieht man nur ihr typisch orangefarbenes oder rotes Leuchten. Im Inneren der Glimmlämpchen befinden sich zwei Elektroden, welche man im Bild gut erkennen kann. Der Glaskolben ist mit einem Edelgas (meist Neon) gefüllt. Das Licht entsteht an den Elektroden, sobald eine elektrische Spannung anliegt. Ab einer Spannung von einigen zehn Volt (häufig etwa 60 bis 100 Volt) findet eine sogenannte Stoßionisation statt, durch welche das Edelgas in eine Art Plasma umwandelt, wodurch das Leuchten erzeugt wird. Leuchtet die Glimmlampe erstmal, so fließt ein geringer Strom, und die Spannung fällt etwas ab. Unterschreitet die Spannung einen bestimmten Wert (die sogenannte Haltespannung), erlischt das Leuchten wieder. Die hier gezeigten Glimmlämpchen sind mit einem Vorwiderstand versehen. Dieser ist zum Betrieb auch notwendig, um den Stromfluss durch die Glimmlampe zu begrenzen. Die Stromaufnahme solcher wie im Bild gezeigten Glimmlampen beträgt etwa 1 mA.

Leuchtende Glimmlampe am Spannungswandler
Leuchtende Glimmlampe am Spannungswandler

Eine der beiden Glimmlampen im Betrieb. Ich habe zur Stromversorgung einfach den Spannungswandler für das Blitzlicht aus der Einwegkamera verwendet.

Leuchtende Glimmlampe
Leuchtende Glimmlampe (Vergrößerung)

Schaut man etwas genauer hin, so erkennt man, dass nur eine der Elektroden von einem Leuchten umgeben ist, nämlich der Minuspol. Dies liegt daran, dass hier eine Gleichspannung als Stromquelle verwendet wurde. Wird eine solche Glimmlampe an einer Wechselspannung betrieben, so scheinen aufgrund der schnellen Polaritätswechsel beide Elektroden zu leuchten. Tatsächlich jedoch findet dann ein ständiger Wechsel der durch das Leuchtplasma beleuchteten Elektroden statt. Glimmlampen besitzen eine recht hohe Lebensdauer von bis zu etwa 100.000 Stunden. In der Regel werden sie über einen Vorwiderstand direkt an der Netzspannung in Höhe von 230 Volt betrieben.

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