Der Fotowiderstand

Fotowiderstand aus einer Solarleuchte
Fotowiderstand aus einer Solarleuchte

Natürlich hat ein Fotowiderstand nichts mit dem Foto an sich zu tun. Er heißt so wegen seiner Fotoempfindlichkeit bzw. Lichtempfindlichkeit. Oft wird der Fotowiderstand auch als LDR (Light Dependent Resistor = lichtabhängiger Widerstand) bezeichnet. Er besitzt eine Halbleiterschicht, welche die Eigenschaft hat, abhängig vom Lichteinfall ihren Widerstandswert zu verändern. Je mehr Licht auf die fotoempfindliche Halbleiterschicht trifft, desto geringer wird deren Widerstandswert. Abhängig von den verwendeten Materialien der Halbleiterschicht reagieren Fotowiderstände auf verschiedene Wellenlängen des einfallenden Lichts unterschiedlich. Hierbei spricht man von der sogenannten materialabhängigen spektralen Empfindlichkeitskurve. Aber allzu wissenschaftlich soll es an dieser Stelle gar nicht werden. Wichtig ist nur, dass der Fotowiderstand seinen Widerstandswert abhängig von der Stärke des einfallenden Lichts verändert, indem dieser bei höherem Lichteinfall geringer wird. Fotowiderstände eignen sich sehr gut, um Beleuchtungseinrichtungen (wie zum Beispiel die Solarleuchte, in der dieses Exemplar eingebaut war) bei Dunkelheit einzuschalten. Selbstverständlich reicht der Fotowiderstand alleine dafür nicht aus. Er kann aber verwendet werden, um beispielsweise die Lichtquelle über eine Transistorstufe zu schalten. Auch kann dieses Bauteil in Lichtschranken sehr gut eingesetzt werden.

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Fotowiderstand bei einem geringeren Lichteinfall
Fotowiderstand bei einem geringeren Lichteinfall

Die Funktion eines Fotowiderstandes kann auf ganz einfache Weise überprüft werden. Man braucht dafür lediglich ein Widerstandsmessgerät. Der Fotowiderstand wird einfach mit den Eingängen des Messgerätes verbunden. Im Bild oben beispielsweise fiel vor der Aufnahme nur wenig Licht auf den Sensor. Natürlich hat mein Fotoapparat einen Blitz, der während der Aufnahme das Bild ausgeleuchtet hat. Der Fotowiderstand ist allerdings viel zu träge, um auf den Blitz zu reagieren. Der auf dem Multimeter angezeigte Widerstandswert entspricht also dem bei geringer Lichtstärke. Damit sind wir auch schon bei einer Eigenschaft des Fotowiderstandes angekommen, nämlich bei seiner Trägheit. Fotowiderstände reagieren relativ langsam auf Veränderungen des Lichteinfalls. Deswegen eignen sie sich auch nicht für Anwendungen, bei denen äußerst schnelle Reaktionszeiten gefragt sind. Hier reagieren andere fotoempfindliche Bauteile (beispielsweise Fotodioden oder Fototransistoren) wesentlich schneller als ein Fotowiderstand.

Je mehr Licht auf den Fotowiderstand auftrifft, desto geringer wird sein Widerstandswert
Je mehr Licht auf den Fotowiderstand auftrifft, desto geringer wird sein Widerstandswert

Auf diesem Bild kann man sehr gut erkennen, dass der Widerstandswert mit knapp 2,3 Kiloohm deutlich unter dem Wert im oberen Bild liegt. Das Licht der Taschenlampe bewirkt also eine deutliche Veränderung des Widerstandswertes. Auf diese Weise kann jeder Fotowiderstand mit einfachen Mitteln auf seine Funktion hin überprüft werden.

Der Fotowiderstand schaltet bei Dunkelheit die Infrarot-LEDs der Kamera ein.
Der Fotowiderstand schaltet bei Dunkelheit die Infrarot-LEDs der Kamera ein.
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