Regeltrafo 500 Watt

Regeltrafos wie dieses Exemplar hier sind sehr praktisch, um Geräte bzw. elektrische Verbraucher mit anderen Netzspannungen als den an der Steckdose zur Verfügung stehenden zu betreiben. Dieser Trafo hier lässt sich von 0 Volt bis zu 300 Volt regeln und liefert damit sogar noch eine höhere Spannung als die normalerweise an der Steckdose anliegende in Höhe von 230 Volt. Es ist ein relativ preiswertes Exemplar mit einer Ausgangsleistung von 500 Watt, zumindest nach Angaben des Verkäufers oder Herstellers. Dieser sitzt in China, worauf wohl auch der relativ günstige Anschaffungspreis von etwas weniger als 40 Euro zurückzuführen ist. Übrigens handelt es sich hier um einen sogenannten Spartransformator. Das hat aber nichts mit dem Preis des Trafos zu tun. Es geht vielmehr um eine Schaltungsart von Transformatoren, wobei dieser hier nicht wie andere Trafos getrennte Primär- und Sekundärwicklungen hat. Doch dazu gleich weiter unten noch mehr.

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Als Spannungsanzeige dient ein einfaches Zeigerinstrument, das ähnlich wie die Skala an der Oberseite mit dem Drehregler die ungefähre Ausgangsspannung anzeigt. Mehr als ein Schätzeisen ist es auch nicht, eine genauere Anzeige der Ausgangsspannung ist nur mithilfe eines externen Spannungsmessers (wie einem Multimeter) möglich. Der Anschluss an die Spannungsquelle und den Verbraucher erfolgt mithilfe zweier einfacher Anschlussklemmen. Ob das nun sehr sicher ist, sei einmal dahingestellt. Außerdem ist noch eine Sicherung eingebaut, die den Regeltrafo vor Überlastung oder bei einem Kurzschluss an dessen Ausgang schützen soll. Eine kleine Skizze zeigt eine Art Schaltzeichen des Trafos mit Eingang und Ausgang. Wie bei vielen sehr günstigen Geräten aus Fernost wurde auch bei diesem Exemplar nicht besonders viel Wert auf Qualität oder Akkuratheit gelegt. So wurde die Sicherung einfach in das Schaltbild eingesetzt und verdeckt dieses teilweise. Die Anschlüsse wurden in Form einfacher Schraubklemmen ausgeführt. Sinnvoller wären feste Anschlusskabel gewesen.

Ein Blick in das Innere des Regeltrafos. Dieser besitzt drei Anschlüsse. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Netztrafo mit mindestens zwei getrennten Wicklungen hat dieser hier nur eine einzige Wicklung mit drei Anschlüssen. Zwei davon stellen den Eingang des Trafos dar. Einer dieser beiden Anschlüsse ist zugleich mit dem einen Anschluss des Ausgangs verbunden. Der zweite Anschluss für den Ausgang des Regeltrafos wird an einem variablen Punkt der Trafowicklung abgegriffen, im Bild zu sehen als gelbe Leitung, die mit einem Schleifkontakt verbunden ist. Der obere äußere Rand der Wicklung ist nicht mit einem Schutzlack isoliert wie der Rest der Wicklung, sondern dient zum Abgriff der gewünschten Ausgangsspannung. Mann erkennt das an der etwas helleren Farbe an den Windungen in diesem Bereich.

Hier ist der Schleifkontakt zu sehen, über den die Ausgangsspannung abgenommen werden kann. Ebenfalls gut zu sehen sind die einzelnen Windungen der Wicklung, an der die Netzspannung anliegt, wenn der Trafo in Betrieb ist. Der Betrieb sollte aus Sicherheitsgründen aber nur im geschlossenen Zustand des Regeltrafos erfolgen.

Dies ist die Schaltung des Trafos mit Sicherung am Eingang. Wie man sieht, haben Eingang und Ausgang einen gemeinsamen Bezugspunkt. Den Begriff Spartrafo könnte man darauf begründen, dass im Gegensatz zu einem herkömmlichen Transformator eine Wicklung eingespart werden kann, da der Ausgang ebenfalls mit der Eingangswicklung verbunden ist. Wird ein solcher Regeltrafo zum Überprüfen von alten Röhrengeräten eingesetzt, lässt sich zwar die Betriebsspannung langsam hochfahren, eine sogenannte Netztrennung bzw. galvanische Trennung von Eingang und Ausgang erfolgt aber nicht. Da die Netzspannung geerdet ist, würde also auch bei der Verwendung dieses Regeltrafos (oder eines anderen Spartransformators) eine Gefahr eines Stromschlages beim Berühren von nur einem spannungsführenden Punkt bestehen, so, als wäre das betreffende Gerät direkt mit der Netzsteckdose verbunden. Soll eine Netztrennung her, muss also ein zusätzlicher Trenntrafo angeschlossen werden.

Der Aufbau dieses Regeltrafos erinnert etwas an den eines Potentiometers. Statt der Widerstandsbahn besitzt der Trafo die Wicklung, ein Schleifkontakt ist wie beim Poti ebenfalls vorhanden. Die Wicklung erinnert etwas an die eines Drahtpotentiometers. Dennoch handelt es sich um einen Transformator und kein Poti, da die Funktionsweise der eines Transformators entspricht. Es ist ein einfaches Mittel, um eine variable Wechselspannung zu erhalten, bei welcher der netzübliche Sinusverlauf am Ausgang des Trafos erhalten bleibt und an dem eine höhere Leistung zur Verfügung steht. Der Regeltrafo kann eingesetzt werden, um elektrische Verbraucher zu regeln wie Beleuchtungen, Motoren oder ähnliche Geräte. Allerdings sind nicht alle netzbetriebenen Geräte zum Anschluss an einen Regeltrafo geeignet.

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