12 Volt China Dieselheizung

Hinweis:

Weitere Infos zur Heizung und zum Betrieb sowie Erfahrungswerte folgen.

Schon seit mehreren Jahren werden diese China-Dieselheizungen für den Betrieb an 12 oder 24 Volt angeboten. Die Heizgeräte werden oft als Standheizungen für Fahrzeuge verwendet. Zum Teil sind diese Heizungen auch mit einem Gehäuse wie die hier abgebildete erhältlich. Abgesehen von dem zusätzlichen roten Gehäuse ähneln die Heizungen vom Aufbau her den schon seit längerer Zeit bekannten Luftheizgeräten, wie diese von Herstellern wie Eberspächer oder Webasto angeboten werden. Der Unterschied zu den Markengeräten besteht darin, dass die Heizungen in China gefertigt und zu sehr günstigen Preisen angeboten werden. Diese 12V-Dieselheizung hier beispielsweise hat mit Zubehör weniger als 120 Euro inklusive Versand gekostet. Das ist ein unschlagbarer Preis. Für ähnliche Geräte namhafter Hersteller sind zum Teil mehr als 1000 Euro fällig. Dabei ist dieses Gerät noch nicht einmal schlecht ausgestattet. Es besitzt eine Temperaturanzeige, die Einstellung der Heizleistung in mehreren Stufen und eine einfache Fernbedienung. Im Gehäuse enthalten sind außer der 12V-Standheizung eine Brennstoffpumpe, die Verkabelung und ein kleiner Tank für den Dieselkraftstoff. Das Gerät wird zum Betrieb an eine Spannungsquelle mit 12 Volt angeschlossen.

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Hier ist das Bedienteil der China-Dieselheizung zu sehen. Darunter befindet sich die kleine Fernsteuerung, über die sich die Heizung ein- und ausschalten sowie in der Heizleistung einstellen lässt. Unter der kleinen Öffnung oben rechts am Bedienteil befindet sich ein Temperaturfühler, die darüber gemessene Temperatur wird im Display angezeigt.

Das Bedienteil der 12V-Standheizung bei eingeschalteter Stromversorgung. Es zeigt oben links die über den integrierten Temperaturfühler gemessene Raumtemperatur an. Außerdem zeigt das Display im ausgeschalteten Zustand die Höhe der Versorgungsspannung an, in diesem Fall 13 Volt. Was der Buchstabe "P" bedeutet, darüber lassen sich nur Vermutungen anstellen (möglicherweise Power?). Im Display sind in diesem Schaltzustand noch einige chinesische Symbole zu sehen. Auf Anfrage wurde mir mitgeteilt, dass das Symbol links neben der Betriebsspannung "Spannung" bedeutet, das andere Symbol auf der rechten Seite "Abschaltung". Vermutlich soll dies anzeigen, dass das Gerät ausgeschaltet ist. Während des Betriebs tauchen noch andere chinesische Symbole auf, deren Bedeutung ist mir allerdings nicht bekannt. Oben rechts in den separaten Feld werden noch weitere Symbole angezeigt, dabei handelt es sich aber um keine chinesischen Symbole. Laut den dort angezeigten Abbildungen handelt es sich um Betriebszustände des integrierten Gebläses, der Glühkerze sowie der Brennstoffpumpe. Der Drehknopf an der rechten Seite dient zum Ein- und Ausschalten (drücken) und zur Leistungseinstellung der Heizung. Unter dem Display befinden sich zwei weitere Tasten. Die mit der Aufschrift "Height" dient einer Anpassung der Brennstoffmenge beim Betrieb der Heizung in höheren Gefilden mit geringerem Sauerstoffanteil. Wird die Taste für ein paar Sekunden gedrückt, verringert sich die Taktfrequenz der Brennstoffpumpe und damit die Kraftstoffmenge. Über die andere Taste lässt sich die Brennstoffpumpe einige Sekunden bei ausgeschaltetem Heizgerät in Betrieb nehmen. Sie wird dann für einige Sekunden angesteuert. Dadurch kann die Kraftstoffleitung bei der Inbetriebnahme der Heizung oder nach dem kompletten Aufbrauchen des Brennstoffs entlüftet werden, ohne dabei mehrere vergebliche Startversuche durchzuführen. Viel mehr Funktionen bietet das Bedienteil anscheinend nicht, zumindest konnte ich bisher keine Dokumentation für dieses Bedienteil finden. Vorteilhaft ist aber die mitgelieferte Fernbedienung, über die sich das Heizgerät ebenfalls schalten und in der Leistung einstellen lässt.

Auf der Rückseite steht der Name des Vertriebs, über den die 12V China-Dieselheizung erworben wurde. Darunter befinden sich noch einige Angaben zum Brennstoff, zum Typ der Heizung und einige elektrische Nennwerte. Inwieweit die Leistungsangabe zur Heizleistung stimmt, sei einmal dahingestellt. Oben befinden sich zwei Schraubanschlüsse, über die eine Spannungsquelle angeschlossen werden kann. Ein kurzes Kabelstück mit Anschlussklemmen war ebenfalls im Lieferumfang der 12V-Dieselheizung enthalten.

Um die Dieselheizung ohne Gefahr betreiben zu können, müssen noch einige Anschlüsse vorgenommen werden. Unten sind drei Schlauchanschlüsse vorhanden. Der mittlere und kleine Anschluss dient der Brennstoffversorgung. Da die Pumpe bereits im Gehäuse eingebaut ist, wurde auch schon die Kraftstoffleitung angeschlossen. Die anderen beiden Anschlüsse sind vorgesehen für die Verbrennungsluft und die Abgase. Die Abgase müssen natürlich nach draußen abgeführt werden, wenn die Heizung innerhalb von Gebäuden aufgestellt wird. Dazu ist der Heizung ein entsprechendes Abgasrohr (Außendurchmesser knapp 2,8 Zentimeter) beigelegt. Alternativ kann das Heizgerät auch außerhalb des Raumes aufgestellt und die Warmluft per Flexschlauch nach drinnen geleitet werden. Der passende Schlauch dafür (Außendurchmesser ca.8,5 Zentimeter, Länge 50 Zentimeter, ausziehbar auf eine Länge von knapp 80 Zentimeter) ist im Lieferumfang enthalten. Ein Schlauch für die Ansaugung der Verbrennungsluft samt Luftfilter befindet sich ebenfalls im Lieferumfang der Standheizung. Der Anschluss für die Abgasleitung ist übrigens der auf der warmen Seite des Gerätes, also der Seite, auf der die durch das Heizgerät erwärmte Luft ausströmt. Die Abgasleitung muss in ausreichendem Abstand zu hitzeempfindlichen Gegenständen verlegt werden, außerdem darf sie nicht an die Kraftstoffleitung kommen, da diese sonst beschädigt würde. Sie wird während des Betriebs auf weit über 100 Grad Celsius erhitzt. Um die Abgasleitung verlegen zu können, mitt das Heizgerät auf eine Erhöhung von mindestens 5cm montiert werden (nicht im Lieferumfang des Heizgerätes enthalten).

Die Skizze zeigt die Funktionsweise der Diesel-Standheizung. Sie besteht aus mehreren Komponenten:

 

- Lüfter mit integriertem Verbrennungsluftgebläse

- Brennerkammer mit Luft-Wärmetauscher

- elektronische Steuerung mit Bedienteil (letzteres extern)

- Glühkerze

- Temperaturfühler jeweils innerhalb und außerhalb der Heizung

- Kraftstoffpumpe, die zugleich zur Dosierung des Brennstoffs dient

- Leitungen für Brennstoff, Verbrennungsluft und die Abgase

- Luftfilter für die Verbrennungsluft

- Abgasschalldämpfer

- Flexrohr für Warmluft mit Ausströmer

 

Nun zur Funktion der China-Standheizung:

Die Brennstoffpumpe saugt Diesel aus dem Brennstofftank an und transportiert diesen an den Brennstoffanschluss, und zwar über variable Taktfrequenzen genau dosiert. Der Brennstoff gelangt über ein kleines Sieb an die elektrisch beheizte Glühkerze. Gleichzeitig wird über das im Heizgerät integrierte Gebläse Luft für die Verbrennung des Dieselkraftstoffs angesaugt. Durch die Hitze von der Glühkerze und die von außen zugeführte Verbrennungsluft entzündet sich der Dieselkraftstoff. Das Verbrennungsluftgebläse sorgt außerdem dafür, dass sich im Inneren der Brennkammer im Wärmetauscher die Flamme durch die Verbrennung ausbreitet und den Wärmetauscher erhitzt. Die Abgase werden dabei durch den Anschluss an Wärmetauscher nach außen abgeführt. Das Gebläse hat noch eine zweite Funktion. Es saugt von außen Luft an, die außen am Wärmetauscher vorbeiströmt und durch die Kühlrippen erwärmt wird. Diese erhitzte Luft wird am Ausgang der Heizung abgegeben und über ein hitzebeständiges Rohr in den zu beheizenden Raum geleitet. Die Glühkerze ist nur während der Aufwärmphase des Heizgerätes in Betrieb. Hat es eine bestimmte Temperatur erreicht, wird die Stromzufuhr für die Glühkerze abgeschaltet. Durch die fortlaufende Verbrennung  muss sie nicht während des gesamten Betriebs des Heizgerätes mit Strom versorgt werden. Die Glühkerze ist übrigens der größte Stromverbraucher in der Heizung. Während der Startphase steigt die Stromaufnahme für das Heizgerät bei einer Spannung von 12 Volt auf mehr als 10 Ampere an. Wird die Glühkerze abgeschaltet, verringert sich die Stromaufnahme erheblich, jeweils abhängig von der gewählten Leistungsstufe. Beim laufenden Betrieb des Heizgerätes ohne Glühkerze müssen Gebläsemotor, Steuerelektronik, Bedienteil und Brennstoffpumpe mit Strom versorgt werden.

 

Abschaltung des 12V-Heizgerätes

Wird die Heizung abgeschaltet, erfolgt eine Abschaltung der Taktung für die Brennstoffpumpe. Außerdem wird die Glühkerze noch einmal eingeschaltet, um eine restlose Verbrennung des in der Brennkammer befindlichen Dieselkraftstoffs zu ermöglichen. Nach kurzer Zeit wird die Glühkerze wieder abgeschaltet. Nun läuft das Gebläse es noch einige Minuten nach, um den Wärmetauscher wieder abzukühlen. Die Heizung sollte während des Betriebs niemals einfach vom Strom getrennt werden. Zwar würde auch dann die Verbrennung irgendwann aufgrund des fehlenden Dieselkraftstoffs abbrechen, allerdings wird der Wärmetauscher nicht schnell genug abgekühlt, was zu Schäden am Heizgerät führen kann. Die Nachlauf- bzw. Abkühlphase (ca. fünf Minuten nach Abschalten)  ist sehr wichtig und sollte unbedingt komplett ausgeführt werden.

Die rote Abdeckung kann mit wenigen Handgriffen abgenommen werden. Darunter zu sehen ist der weiße Brennstofftank. Rechts davon befindet sich die Brennstoffpumpe, die während des Betriebs der Heizung relativ laute Klackergeräusche erzeugt. Sie wird von der Steuereinheit im Inneren der Heizung angetaktet und fördert auf diese Weise eine genau definierte Brennstoffmenge zum Heizgerät. Die Taktfrequenz ist abhängig von der eingestellten Leistungsstufe der Heizung. Je höher die Heizleistung eingestellt wird, desto schneller wird die Brennstoffpumpe angetaktet.

Im Bild unten an der Pumpe zu sehen ist die Leitung für die Brennstoffzufuhr, die mit dem Tank verbunden ist. Auf der Seite mit dem elektrischen Anschluss befindet sich der Ausgang der Pumpe. Laut Anleitung (geschrieben in schlechtem Englisch) sollte der Brennstoffschlauch eine gewisse Länge haben, wahrscheinlich ist aus diesem Grund die Brennstoffleitung am Ausgang der Pumpe auch einige Male aufgewickelt und nicht direkt mit dem Heizgerät verbunden. Um die doch sehr störenden Geräusche der Pumpe etwas zu verringern, sollte diese am besten in ein Dämmmaterial eingepackt werden. Auf die Einbaulage der Pumpe wurde in der Anleitung auch eingegangen. Laut den Angaben dort soll sie am besten so angebracht werden, dass der Ausgang der Pumpe mit dem Stromanschluss in einem Winkel zwischen 15 und 35 Grad nach schräg oben zeigt.

Im unteren Bereich des Gehäuses zu sehen ist das eigentliche Heizgerät, das auch separat betrieben werden kann. Es ähnelt vom Aufbau her den Geräten namhafter Hersteller, die am Anfang des Artikels schon genannt wurden. Das ganze Gehäuse wirkt etwas klapprig und schlecht verarbeitet. Die beiden Bleche auf der vorderen und hinteren Seite wurden relativ schlecht mit dem Unterteil des Gehäuses mithilfe von Nieten verbunden. Die Verbindungsstellen an den Kraftstoffleitungen sollten unbedingt auf Festigkeit überprüft werden. In diesem Fall waren sie relativ lose und mussten fest angezogen werden, damit keine Undichtigkeiten auftreten können.

Die Diesel-Standheizung kann aus dem Gehäuse ausgebaut werden, nachdem Brennstoffpumpe und Brennstofftank herausgenommen wurden. Das Blech in der Mitte ist nur eingesteckt und kann sehr einfach entfernt werden. Die Kabeldurchführungen sollten mit einem Kantenschutz versehen werden, ansonsten können diese die Kabel und Brennstoffleitungen beschädigen. Die Standheizung selbst ist mit vier Muttern an der Unterseite befestigt. Der Anschlussflansch für das Heizgerät ist mit einer Gummidichtung versehen worden. Leider erzeugt diese werden als die Betriebszeit des Gerätes sehr unangenehme Gerüche, wenn sie sich beim Betrieb des Gerätes erhitzt. Der Heizung sollte am besten während der ersten Betriebszeit außerhalb von geschlossenen Räumen betrieben werden, bis sich die unangenehmen Gerüche verflüchtigt haben.

In dieser Abbildung ist das mitgelieferte Zubehör für das Heizgerät zu sehen. Der große schwarze Schlauch ist vorgesehen für den Warmluftaustritt. Ein entsprechender Ausströmer ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Außerdem zu sehen ist der silberne Abgasschlauch, ein Schalldämpfer, der schwarze Anschlussschlauch für die Verbrennungsluft, ein Luftfilter, das Stromkabel, die Fernbedienung sowie einige Schellen und anderes Befestigungsmaterial.

Die Qualität der Zubehörteile entspricht etwa der des gesamten Heizgerätes. Dass man bei einem derartigen Kampfpreis keine hohe Qualität erwarten sollte, dürfte wohl klar sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Gerät im Laufe der Zeit bewährt und vor allem, wie lange es einwandfrei läuft.

Die erste Inbetriebnahme der China-Standheizung erfolgte wegen der Geruchsbildung auf dem Balkon. Aber auch hier sollte natürlich darauf geachtet werden, dass die Abgase und die Abgasleitung keine hitzeempfindlichen Teile in der Umgebung des Heizgerätes beschädigen oder in geschlossene Räume gelangen können. Um die Anschlüsse an der unteren Seite verlegen zu können, wurde das Heizgerät auf zwei einfache Holzstücke montiert. Leider ist der Abstand der äußeren Abstellflächen des Gehäuses und der Stellfläche sehr gering, sodass zusätzliche Abstandhalter notwendig sind.

Beim Einfüllen des Dieselkraftstoffs bei geschlossenem Gehäuse sollte darauf geachtet werden, dass man nicht kleckert. Ansonsten kann es passieren, dass Diesel in das Gehäuseinnere gelangt und sich dort überall verteilt. Wird das Gerät in geschlossenen Räumen betrieben, entwickelt es natürlich eine bestimmte Wärme. Durch den erwärmten Dieselkraftstoff können dann unangenehme Gerüche entstehen. Im Gehäuse ist doch noch eine kleine Sicherung eingebaut, in der Abbildung ist sie im unteren Bereich zu sehen. Es folgen noch ein paar Bilder, welche die Anzeige während der unterschiedlichen Betriebszustände zeigen, darunter auch zwei Bilder mit Anzeige OC1-OC5 und drei Ziffern, die sich per Drehknopf verändern lassen, möglicherweise eine Codeeingabe.

Das Bedienteil der China-Dieselheizung mit Drehknopf

Das Bedienteil besteht aus dem Display und drei Bedienelementen. Im Display werden verschiedene Infos angezeigt, darunter die vom Temperatursensor gemessene Temperatur (1) und die Betriebszustände von Gebläse, Pumpe, Glühkerze und des Höhenmodus (2, von links nach rechts gesehen). Der untere linke Bereich (3) enthält verschiedene chinesische Schriftzeichen (von oben nach unten:Hochfahren, Spannung, Temperatur, Fehler) und eine Digitalanzeige für die Spannung im Ruhezustand, dem aktuellen Betriebszustand, den Fehlercode oder die aktuell eingestellte Temperatur beim Thermostatbetrieb der Heizung. Der rechte Bereich zeigt je nach Betriebszustand weitere Symbole (von oben nach unten einschalten, kalt blasen, ausgeschaltet). Hier noch Abbildungen vom Display während verschiedener Betriebszustände:

Manueller Betrieb und Höhenmodus

 

Ein- und ausgeschaltet wird die Heizung durch langes Drücken des Drehknopfes. Durch Drehen des Knopfes wird die Heizstufe in sechs Stufen eingestellt. Darüber hinaus gibt es einen Automatikmodus bzw. Thermostatbetrieb bei einer voreingestellten Temperatur von 20 Grad Celsius. Diese kann durch längeres Drücken der Taste Pump (7) eingestellt werden, dazu Taste 7 länger als zwei Sekunden gedrückt halten, mit Drehknopf Temperatur auf den gewünschten Wert einstellen und Taste 7 nochmals länger gedrückt halten, um den Wert zu speichern.

 

Eine einfache Timerfunktion

 

Ein einfacher Timerbetrieb ist ebenfalls möglich. Dazu muss im ausgeschalteten Zustand die Taste für den Höhenmodus (6) zusammen mit dem Drehknopf gedrückt und etwa zwei Sekunden gehalten werden. Die Anzeige E06 zeigt dabei die Startzeit, die Anzeige C03 die Abschaltzeit an. Verändern lassen sich diese Werte mit dem Drehknopf und der Taste 6 (Höhenmodus). Durch drücken des Drehknopfes werden die Werte gespeichert. Gestartet wird der Timer durch zwei Sekunden langes Drücken der Tasten 6 und 7, ebenso kann dadurch der Timerbetrieb deaktiviert werden. Ist der Timer aktiviert, blinkt ein Dezimalpunkt zwischen der ersten und zweiten Stelle der Digitalanzeige. Die noch verbleibende Zeit bis zum automatischen Start kann durch kurzes Drücken von Taste 7 (Pumpe) abgefragt werden. Der Timerbetrieb erlaubt nur das Ein- und Ausschalten der Heizung zu vorher festgelegten ganzen Stunden bis zum Start und dem Abschalten nach dem Start.

 

Koppeln einer Fernbedienung

 

Eine weitere Fernbedienung lässt sich koppeln, indem die Taste 7 (Pumpe) mit dem Drehknopf für etwa zwei Sekunden gedrückt wird. Es erscheint eine Anzeige wie OC1. Durch Drehen des Knopfes lassen sich Ziffern von 1 bis 5 einstellen, dementsprechend sind fünf Fernbedienungen einstellbar. Nach dem Auswählen der Ziffer wird an der Fernbedienung eine Taste gedrückt. Es lassen sich nur Fernbedienungen mit Frequenzen von 433MHz und 24 Bit koppeln. Nach der Einprogrammierung der Fernbedienung wird der Drehknopf erneut gedrückt, danach ist die Programmierung beendet.

Fehlercodes

 

Wenn eine Fehlfunktion auftritt, zeigt das Heizgerät einen Fehlercode an. Es erscheint der Buchstabe A zusammen mit einer Ziffer, wie in der Abbildung gezeigt.

Die Ziffern haben dabei folgende Bedeutungen:

 

A-2: Betriebsspannung nicht im zulässigen Bereich (12V = 9-16V, 24V = 18-32V)

A-3: Brennstoffpumpe funktioniert nicht (elektrische Verbindung, z.B. Unterbrechung)

A-4: Glühkerze funktioniert nicht (elektrische Verbindung, durchgebrannt)

A-5: Gebläse funktioniert nicht (elektrische Verbindung, z.B. Unterbrechung)

A-6: Temperaturfühler fehlerhaft (Unterbrechung, unplausibler Widerstandswert)

A-7: Heizgerät nicht erfolgreicher Start (kann verschiedene Ursachen haben wie Übertemperatur, fehlerhafte Glühkerze, Brennstoff fehlt usw.)

A-8: Temperatur zu hoch (Einlass > 50 Grad Celsius, Gehäuse > 200 Grad Celsius)

A-9: Flamme ausgegangen (Brennstoff fehlt, fehlerhafter Lüfter für die Verbrennungsluft)

 

Die Fehlerbeschreibungen in den Klammern sind nur mögliche Ursachen. Alle Angaben ohne Zusicherung auf Richtigkeit, keine Garantie, ob alle Angaben korrekt sind.

 

Zu einer weiteren Version der Diesel-Standheizung geht es im Teil 2. Dort gibt es weitere Beschreibungen, Hinweise und Erfahrungen mit den Diesel-Heizgeräten.

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