Ein Diodensplittrafo (DST) aus einem alten Fernseher

Als ich neulich einen alten Röhrenfernseher zerlegte, lötete ich aus der Hauptplatine einige Bauteile heraus. Darunter war auch ein sogenannter Diodensplittrafo, kurz DST, der in einem Fernsehgerät unter anderem dazu dient, die notwendige Anodenspannung für die Bildröhre zu erzeugen. In einem solchen Trafo befinden sich mehrere Spulen auf einem gemeinsamen Eisenkern sowie eine sogenannte Kaskade, einer elektronischen Schaltung aus Dioden und Kondensatoren, die dazu dient, eine Wechselspannung zu vervielfachen. Immerhin bewegt sich die Ausgangsspannung eines solchen Bauteile je nach Größe der Bildröhre und je nach Ausführung in Bereichen von mehreren zehn Kilovolt. Nach einigen Monaten bekam ich dieses Bauteil zufällig einmal wieder in die Hände. Ich überlegte mir daraufhin, ob es möglich wäre, den DST noch einmal in Betrieb zu nehmen.

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Die Ansteuerung ist der sich keine schwierige Sache. Als Taktgeber wird ein Timer-IC des Typs NE555 eingesetzt, dass ich auch schon in vielen anderen Schaltungen verwendet habe. Natürlich kann die primäre Wicklung des Diodensplittrafos nicht einfach an dessen Ausgang angeschlossen werden. Als Signalverstärker habe ich einen MOSFET des Typs YTF630 verwendet, den ich zufällig noch in der Bastelkiste vorrätig hatte. Das Schaltbild zeigt auch gleich dessen richtige Anschlussbelegung. Wegen der relativ hohen Leistung benötigt diese Schaltung ein starkes Netzteil, das eine Stromstärke von mindestens 1,5 Ampere bereitstellen können muss.

Natürlich wäre es möglich, eine der internen Wicklungen des DST zu verwenden. Allerdings habe ich es mir etwas einfacher gemacht und einfach zehn Windungen dünnen Klingeldraht auf den von außen zugänglichen Ferritkern aufgewickelt. Wie man gut sehen kann, wurde der MOSFET mit einem Kühlkörper versehen, damit er durch die relativ hohe Stromstärke nicht überhitzt.

Achtung Hochspannung:

Solche Schaltungen sind nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Die erzeugte Hochspannung ist nicht ungefährlich. Vermeiden Sie unbedingt die Berührung mit den Ausgängen des DST. Sollten Sie eine ähnliche Schaltung aufbauen wollen, erfolgt dies auf eigene Gefahr.

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