Das defekte Netbook mit WLAN-Modul

Das Mainboard aus dem defekten Netbook. Leider ist es nicht mehr reparabel.
Das Mainboard aus dem defekten Netbook. Leider ist es nicht mehr reparabel.

Neulich bekam ich ein kleines Netbook des Typs Meteorit NB-7 in die Hände, das nicht mehr funktionieren wollte. Außer dem Aufleuchten der Power-LED gab es keinerlei Lebenszeichen mehr von sich. Möglicherweise ist es das Opfer eines fehlgeschlagenen Softwareupdates oder eines ungeeigneten Netzteils geworden. Auch der Anschluss an einen Computer zum Aufspielen einer neuen Firmware schlug leider fehl, da es noch nicht einmal von diesem erkannt wurde. Kurz um, das Gerät war nach meiner Meinung nicht mehr zu retten und wurde von mir kurzerhand für die "Organspende" freigegeben.

 

Oben im Bild ist das Mainboard des NB-7 zu sehen. Drei USB-Buchsen, ein SD-Kartenslot, weitere Anschlussbuchsen für Netzteil, Mikrofon, Kopfhörer und Netzwerk sind darauf vorhanden. Über ein vieradriges Kabel ist eine kleine Zusatzplatine mit dem Mainboard verbunden. Im Gehäusedeckel befindet sich eine weitere kleine Platine, die wohl zur ANsteuerung des 7-Zoll-Displays dient. Diese ist über ein Flachkabel mit dem Board verbunden gewesen.

Werbung
Das kleine Modul oben im Bild ist über ein vieradriges Kabel mit dem Mainboard verbunden.
Das kleine Modul oben im Bild ist über ein vieradriges Kabel mit dem Mainboard verbunden.

Die kleine Platine war ebenfalls im Gehäusedeckel des Netbooks eingebaut. Nach genauerem Hinsehen vermutete ich, dass es sich um ein WLAN-Modul handelt, welches zur Empfangsverbesserung im Displaydeckel des Gerätes untergebracht war.

Die Rückseite des WLAN-Moduls.  Der Anschluss scheint für einen USB-Stecker vorgesehen zu sein.
Die Rückseite des WLAN-Moduls. Der Anschluss scheint für einen USB-Stecker vorgesehen zu sein.

Hier ist noch einmal die Platine zu sehen. Deren Aufbau erinnerte mich sehr stark an dem kleiner USB-WLAN-Sticks. Auch die Leiterbahnanschlüsse schienen zum Anlöten eines herkömmlichen USB-Steckers vorgesehen zu sein.

Die andere Seite der Platine. Auf ihr befindet sich ein RALINK-WLAN-Chip. Ich beschloss, ein Kabel mit USB-Stecker an das Modul anzuschließen, um es an einen Computer anschließen zu können. Anhand der Kabelfarben und ein paar Messungen war schnell die richtige Anschlussbelegung gefunden. Geht man nämlich davon aus, dass an der Platine direkt ein USB-Stecker angelötet werden kann, ist die Reihenfolge und die richtige Anordnung der einzelnen Anschlüsse vorgegeben.

Hier habe ich ein USB-Kabel an das WLAN-Modul angeschlossen.
Hier habe ich ein USB-Kabel an das WLAN-Modul angeschlossen.

Hier ist das WLAN-Modul mit angelötetem USB-Kabel zu sehen. Einen einzelnen USB-Stecker besaß ich leider nicht. Vor dem Anschluss an den Computer installierte ich auf diesem zunächst die WLAN-Treiber. Der Computer erkannte das neue Gerät sofort.

Nach der Treiberinstallation wurde das WLAN-Modul einwandfrei vom Computer erkannt.
Nach der Treiberinstallation wurde das WLAN-Modul einwandfrei vom Computer erkannt.

Nach der Eingabe des WLAN-Netzwerkschlüssels konnte sofort eine Verbindung aufgebaut werden. Es handelt sich also um einen intern im Netbook verbauten WLAN-Stick. Der Anschluss auf dem Mainboard ist also ein interner USB-Anschluss.

Ein Stück Schrumpfschlauch dient als Schutz für das kleine WLAN-Modul.
Ein Stück Schrumpfschlauch dient als Schutz für das kleine WLAN-Modul.
Werbung
Besucherzaehler

Suche

Werbung

Jetzt im Fachhandel erhältlich.

Werbung